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Montag 19 April – Mittwoch 21 April

»Träume, Phantasmagorien und Erinnerungen an das Anti-epische in Lateinamerika« Gustavo Artigas und Grace Passô

Diese Aktion präsentiert innerhalb der Ausstellung vier Grenzvisionen zwischen Fiktion und Realität: Als (scheinbar) spielerische Korrelate heben sie den performativen Aspekt der Konstruktion nationaler Geschichte, die Fabrikation ihrer Gründungsmythen und die Künstlichkeit der Techniken des Illusionismus, die sie in den Augen des Volkes aufrechterhalten, hervor. Die Arbeiten werden für drei Tage über die Museumsseite zugänglich gemacht und jeder Block wird vom Kuratorin des Programms kommentiert: Paz Ponce Pérez-Bustamante (AG/team museo de la democracia).

2003
Ortsspezifische Intervention / Geschichtsmuseum der Stadt Panama
Video, 02‘44‘‘

Synopsis
“Unbetitelt” wurde vom mexikanischen Künstler Gustavo Artigas in Zusammenarbeit mit dem Feuerwehr der Hauptstadt Panamas. Die Arbeit bestand darin, den Stadtpalast mit Rauch zu füllen, der ein wenig bekanntes Geschichtsmuseum beherbergt, zu dessen Sammlung die Unabhängigkeitsurkunde des Landes gehört. Die Reaktionen der Passanten reichen von völliger Gleichgültigkeit bis hin zu Schluchzen und Schreien. Sie reagieren damit aus ihrem kulturellen Gedächtnis heraus auf ein Ereignis, das sich an mehreren Stellen auf der Landkarte und in der Geschichte von Panama-Stadt wiederholt, die 1519 gegründet wurde und jahrhundertelang einer der wichtigsten Häfen für Europa und Amerika war.

Gustavo Artigas. Mexiko-Stadt, 1970

In den letzten 25 Jahren hat Artigas mit verschiedenen Medien und visuellen Kunstdisziplinen experimentiert, wie z.B. Sound Art, Site Specific Installationen, Events, Performance, Relationale Kunstformen, Bildungsplattformen wie Kunstwerke, Lichtstücke und Malerei. Seine Arbeit steht im Dialog mit einer Vielzahl von Themen, von formalen Fragen bis hin zu sozialen Konstrukten. Er gehört zu der aufstrebenden Gruppe zeitgenössischer mexikanischer Künstler, die in den 1990er Jahren aufkamen und einen großen Einfluss auf die internationale Kunstszene hatten.
Mit seinen Vorschlägen war Artigas auf der Biennale von Venedig, der Biennale von Havanna, der Biennale von Liverpool und anderen wichtigen internationalen Kunstforen vertreten. Gustavo Artigas, 1970 in Mexiko-Stadt geboren, lebt und arbeitet in Mexiko-Stadt und Toronto, Kanada.

https://gustavoartigas.com/

15:30″
Kredite:
Regie / Autorin & Schauspielerin: Grace Passô
Kamera/Ton/Schnitt: Wilssa Esser
Farbkorrektur: Bruno Schiavon
Land: Brasilien
Genre: Belletristik

Synopsis
Brasilien, 2020. Die Pandemie brandmarkt das Ausmaß der Nekropolitik, die im Land operiert, und seine Gesellschaft durchläuft eine Krise der Ethik inmitten einer Regierung, die der genaue Ausdruck der kolonialistischen Macht ist. República ist ein Kurzfilm, der zu Hause, mit einer häuslichen Struktur, zu Beginn der Quarantäne 2020, in der Innenstadt von São Paulo, Brasilien, gedreht wurde.

Grace Passô – Belo Horizonte, Brasilien, 1980

Grace Passô, geboren 1980 in Belo Horizonte, Brasilien, ist Regisseurin, Dramatikerin und Schauspielerin. Sie arbeitet in Partnerschaft mit Künstlern und Theatergruppen. Als Theaterautorin wurden ihre Texte auf Französisch, Spanisch, Mandarin, Englisch und Polnisch veröffentlicht. Für ihre schauspielerischen Leistungen – sowohl im Theater als auch im Film – wurde die Künstlerin mehrfach ausgezeichnet.

https://www.imdb.com/name/nm4498129/